
Kritiken zum Programm "Stimmung" 2010
Windsheimer Zeitung vom 18.11.2010
Zornig, kämpferisch und komisch
[…] Er ist kein halbseidener Entertainer, kein quotengeiler Comedian aus dem Privatfernsehen. Er ist Kabarettist – durch und durch. Rogler durchpflügt das politische Berlin mit der Schärfe einer frisch geschliffenen Unkrautharke.[…] Er steht damit in einer gewissen Tradition. Ein sehr politischer Kabarettist ist er. Einer mit sehr scharfem Blick für das Wesentliche setzt hier fort, was mit dem „Simplicissimus“ in der Kaiserzeit begonnen hat, von Tucholsky weitergeführt wurde und von den legendären Berliner „Stachelschweinen“ und dem „Düsseldorfer Kommödchen“ mit der unvergleichlichen Ursula Noack in die bundesrepublikanische Nachkriegsrealität gerettet wurde.[…]
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Abendzeitung Nürnberg vom 14.11.2010
Der Altmeister und der Armschubber
[…] Wo sich andere Kabarettisten im Jahr 2010 dem gepflegten Ablachen längst verweigert haben, bleibt der geborene Franke und Wahlkölner, Altmeister Richard Rogler, ein Gentleman auf der Bühne. […] Der 61-Jährige Spötter attackiert zwar, aber nie unter der Gürtellinie. […] Und noch eine Beobachtung: Richard Rogler ist wohl der politisch zur Zeit massenkompatibelste Kabarettist, dank Rundumschlägen in alle politischen Richtungen. […] |
Neuss Grevenbroicher Zeitung vom 11.11.2010
Richard Rogler – ein vergnüglicher Satiriker
Richard Rogler ist noch ein Kabarettist der alten Schule, ein wahrhaftiger Kleinkünstler und ein gewissenhafter Pointenkönig. […] mit Anfang 60 noch derart quirlig eine Bühne und ein großes Publikum einzunehmen, das muss ihm so mancher Nachwuchskomiker erst mal nachmachen.[…] |
Der Teckbote Online vom 11.10.2010
Von der Serengeti zu Stuttgart 21
Richard Rogler präsentierte beim Zeltspektakel einen „politikfreien“ Rundumschlag
[…] Von Anfang an hängten alle an seinen oft gequält zusammengebissenen Lippen und erlebten einen altgedienten Vollblut- Kabarettisten in Hochform, der es einer heranwachsenden Generation selbsternannter „Comedians“ nicht leicht macht, gegen ihn anzutreten. Auch wenn er sich gerne als Auslaufmodell präsentiert und immer wieder mit der über Jahrzehnte praktizierten kabarettistischen Knochenarbeit kokettierte, zeigte er sich auf der Höhe seines Könnens in einer Frische und mit einem Biss, den viele Epigonen suchen und nie finden werden. […] |
Rheinische Post vom 26.04.2010
Rogler nahm sich die Politik-Riege vor
[…] Richard Rogler wollte nur über Stimmung und Gefühle reden, als er das Ratinger Kulturprogramm 2009/10 im Stadttheater mit einem furiosen Streich beendete. Die Stimmung im ausverkauften Haus war hervorragend, und das Gefühl allzeit gut, wie unentwegtes Lachen und Klatschen signalisierten. Und was war mit der Politik? Tja, das Volk schert sich doch zur Zeit so gut wie nicht um seine Politiker und die umgekehrt auch nicht um das Volk. Nur Erzkabarettist Rogler, der als Solist schon fast 25 Jahre auf der Bühne steht, kann das Beobachten und Hingucken nicht sein lassen, und so kamen dann doch all die Schlagzeilenmacher, Volksvertreter und Besserwisser launig unter die Lupe. Was gefällt an Richard Rogler, der da lässig im rot gefütterten schwarzen Anzug und schwarzem Hemd, die Hände in den Taschen, am Gürtel oder in der Luft, auf und ab geht? Dass er so natürlich ist, Dinge auf den Punkt bringt, die jeder mal denkt, einfache Weisheiten verkündet und das mimische Wechselspiel von grantig bis zu euphorisch aus dem kleinen Finger zaubert. Sein Schlusssatz „Ich hab’ mir Mühe gegeben, viel mehr ist in meinem Alter nicht drin“ klang so ehrlich. Der muss nicht auf den Putz hauen, um anzukommen, den erlebt man immer wieder gern. […] |
Verdener Nachrichten, 01.03.2010
Sogar Lacher für das „Nichts“ Richard Rogler in der Stadthalle: Geistreiche Unterhaltung ohne Flammenschwert
In der bis auf den letzten Platz ausverkauften Stadthalle ist es mucksmäuschenstill, auf der Bühne nur ein Tisch mit einem Glas Wasser und ein Stuhl. Es hat schon vor geraumer Zeit geläutet – was wird nun passieren? Richard Roglers kleine Inszenierung von zwei Minuten „Nichts“ zeigt ihre Wirkung, als er endlich kommt. Der Mann hat noch kein Wort gesprochen, doch das Publikum ist bereits hin und weg.
Doch nun spricht Rogler. Er redet ohne Unterbrechung, ohne Punkt und Komma, schreitet dabei die Bühne ab, hin und her, breitet die Arme aus, lässt sie resigniert fallen, wischt sich die Stirn mit dem Tuch ab und rauft sich die Haare über einem Gesicht prägnant wie ein Holzschnitt und doch zu tausend verschiedenen Ausdrücken fähig. Oder er lacht sarkastisch, strahlt in die Menge, lässt seine Stimme in einem gekonnten Crescendo immer lauter werden oder den Satz mitten drin abbrechen. Bei soviel Persönlichkeit und geistreich verstiegener Eloquenz ist es schon fast gleichgültig, was er sagt. Man lacht doch sowieso. […] Bis nach halb elf bot Rogler geistreiche Unerhaltung auf hohem Niveau, brillante Pointen und ein bitter-komisches Bild vom kultivierten und durchtrainierten deutschen Michel des neuen Jahrtausends. […] |
Kritiken zum Programm "Stimmung" 2009
Frankenpost vom 01.12.2009
Alles bombig, oder was?
Von Ralf Sziegoleit
Ein Mann, der mit verbalem Kampfgeist und in atemloser Suada einen Rundumschlag führt. "Das regt mich auf", stößt er einmal hervor.
Und genauso, im Zustand der Erregung und des Zorns, lieben wir ihn - scharf und bissig und doch hinreißend komisch zugleich.
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Kölner Express vom 09.11.2009
Roglers Pointen-Premiere
Von Axel Hill
So ein charmanter Grantler! "Stimmung" nennt Richard Rogler sein neues
Programm - und übertreibt damit nicht:
Die Premiere in der Comedia war ein echter Lach-Marathon.
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Kölner Rundschau vom 09.11.2009
Wenn Akademiker Marmelade kochen
Kabarett-Altmeister Richard Rogler macht mit neuem Programm "Stimmung" in der Comedia
Von Barbro Schuchardt
(...) In einer atemlosen Suada macht Rogler Stimmung gegen den Politzirkus mit seinen falschen Versprechungen und gezielten Desinformationen. (...) Der mitreißende verbale Kampfgeist des 60-Jährigen ist ungebrochen. Grandios und hochaktuell!
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Kölner Stadtanzeiger, 11.11.2009
Über die Deutschen herziehen
KABARETT – Richard Rogler in der Kölner Comedia
von Marianne Kolarik
Richard Rogler ist in bester „Stimmung“. Mehr noch: in seinem neuen Programm, mit dem er in der Kölner Comedia für Begeisterung sorgte, bleibt er ganz er selbst. Die Trennung von seinem Alter Ego Camphausen legt den satirischen Kern des klugen, politischen Kabarettisten frei und beweist, dass er keine Kunstfigur benötigt, um derart vollmundig und treffsicher über Gott, die Welt und die Deutschen herzuziehen, dass es eine Lust ist, ihm auch auf die abgelegenen Pfade zu folgen. (...)
Umso besser, dass es Leute gibt, die nicht nur meckern, sondern Visionen haben. Rogler sei Dank.
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Richard Rogler im Interview zur Premiere "Stimmung" am 07.11.2009
von Birgitt Schippers (Domradio)
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Kritiken zum Programm "Ewiges Leben"
Das Grosse im Kleinen
Ludwigshafener Rundschau 26.01.2007
Die Zukunft war besser
NWZ - Neue Württembergische Zeitung 20.11.2006
Wenn Camphausen loslegt, geht's dem Lifestyle dreckig
Berliner Morgenpost 30.03.2006
Ertrinken im Espresso-Schaum
Südkurier Konstanz 06.03.2006
Bußprediger der Alt-68er
Badische Zeitung 06.03.2006
Eine schonungslose Abrechnung
Lahrer Zeitung 06.03.2006
Bestes Politkabarett
Südkurier 01.03.2006
Hausmeister
Stuttgarter Zeitung 31.01.2006
Die Zukunft ist vorbei
Süddeutsche Zeitung 3.11.2005
Der Unterschied zwischen nutto und bretto
Nürtinger Zeitung online 21.10.2005
Camphausen tobt
Bonner Rundschau 15.10.2005
Früher war die Zukunft besser
Kölner Stadt-Anzeiger 08./09.10.2005
So soll Rogler ewig leben!
Bild Köln 07.10.2005
Sehnsucht nach Büchsenmilch
Kölnische Rundschau 07.10.2005
Fischbo und LSD - Richard Rogler begeistert mit Spitzen auf die große und kleine Politik
Nordbayerischer Kurier 08.04.2005
Rogler wirbelt auf und wischt weg
Nordwest-Zeitung 05.10.2004
Meisterbrief für verbale Volltreffer
Münchner Merkur 12.05.2004
Richard Rogler - Pointen im Minutentakt
Leipziger Volkszeitung 16./ 17..10.2004
Brillant: Camphausen zur Lage der Nation
Buxtehuder Tageblatt 19.5.2003
Frankenpost vom 01.12.2009
Runterkommen von der Politik:
Richard Rogler im Rosenthal-Theater.
Alles bombig, oder was?
Von Ralf Sziegoleit
Kabarett | In Selb sorgt Richard Rogler für „Stimmung“. Beim Heimspiel erntet der Satiriker tosenden Beifall.
Von Ralf Sziegoleit
Selb - Was ist mit den Deutschen los? Früher als miesepetrige Krauts verschrien, haben sie sich - trotz oder gerade wegen der Krise - in Strahlefrauen und Strahlemänner verwandelt. Vielleicht deshalb, meint Richard
Rogler, weil das Volk von den Politikern nichts mehr erwartet, so wie umgekehrt, schon lange, die Politiker nichts mehr vom Volk. Wie auch immer: Bombig ist die Stimmung im Lande.
Auch und erst recht im Rosenthal-Theater. "Willkommen daheim, Richard": So wird Rogler, per Transparent vom Rang herab, im ausverkauften Haus begrüßt. 60 Jahre und ein paar Wochen ist es her, dass er in Selb geboren
wurde. Frühe Freundschaften sind erhalten geblieben, und gern macht er mit neuen Programmen in der alten Heimat Station. Das jüngste - erst Anfang des Monats war in Köln die Premiere - ist noch ganz frisch, als er es am vergangenen Samstag in Selb präsentiert.
"Stimmung" also. Unter diesen Titel stellt der vielfach ausgezeichnete Künstler, der Lehrer werden wollte, aber
Schauspieler und Satiriker wurde, seinen zweistündigen fetzigen Monolog. Nicht mehr als Camphausen, der lange
sein Alter Ego und seine Kunstfigur für die Bühne war, legt er los. "Rogler", sagt er, wenn er den Dialog mit sich selber führt, das Selbstgespräch - er, der bislang am Tresen stand und mit den Kumpels politisierte. Aber Politik ist out, man muss runterkommen von dem Metier, auch wenn dies zu Vereinsamung und Depression führen kann.
Mag sein, dass frühere Rogler-Texte mehr Struktur, Dramaturgie, auch Handlung besaßen, sodass sie fast richtiges Theater sein konnten. Aber dafür ist hier, bei "Stimmung", Richard Rogler pur zu erleben. Ein Mann, der mit verbalem Kampfgeist und in atemloser Suada einen Rundumschlag führt. "Das regt mich auf", stößt er einmal hervor. Und genauso, im Zustand der Erregung und des Zorns, lieben wir ihn - scharf und bissig und doch hinreißend komisch zugleich.
Männer werden nicht gebraucht
Runter von der Politik? Ja schon, aber nicht ohne denen da oben die Meinung gegeigt zu haben. All jenen, die sich raushalten und ihr Heil in der Mitte suchen. Nur Lafontaine nicht: Der, sagt Rogler, leite eine Initiative für
Chancengleichheit und Haushaltskonsolidierung, "abgekürzt ICH".
Giftig ist, als Kommentar zum Umgang mit der Arbeitskraft Mensch, ein Gespräch zwischen Unter- und Arbeitnehmer, für gute Laune sorgen Vorschläge zur Renten- und Gesundheitsreform. Doch so richtig schön, mitreißend und zum Tränenlachen ist der Abend dort, wo Politik außen vor bleibt; und freilich spiegelt sich diese ja immer auch im Privaten - im Bemühen also, alles selber zu machen, in geistig-körperlichen Übungen wie Yoga und Ayurveda ("Ich verrenke mich so, dass ich ausseh wie ein Spätwerk von Picasso"), in den Verrücktheiten auch der Erziehung und der Ernährung.
Und die zwischenmenschliche Beziehung? Der deutsche Mann, sagt der mit schier unglaublicher Präsenz agierende Rogler, liege hundert Mal öfter unterm Auto als auf seiner Frau. Kein Wunder, dass die deutsche Frau den Mann nicht mehr braucht. Liebe braucht sie, und dafür kann der Mann leider das größte Hindernis sein.
So könnte das lange noch weitergehen. Aber: "Wir kommen zur Zugabe." Die ist kurz und beantwortet die Frage, ob man was lernen kann an einem Abend wie diesem. Ja: "Wenn man was fallen lässt, muss man's wieder aufheben."
Tosender Beifall dankt dem Kabarettisten, der noch auf ein Bier - oder zwei, drei, auch vier - in die "Jahnstuben"
einlädt. Und natürlich tut er noch was Gutes für seine Selber: Das eingespielte Geld geht zu zwei Dritteln an die
Turnerschaft, den Rest kriegt die Selber Tafel. "Vielleicht", sagt der Künstler zuletzt, "sehn wir uns mal wieder."
Jederzeit gern.
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Kölner Express vom 09.11.2009
Roglers Pointen-Premiere
Von Axel Hill
Köln - So ein charmanter Grantler! "Stimmung" nennt Richard Rogler sein neues Programm - und übertreibt damit nicht: Die Premiere in der Comedia war ein echter
Lach-Marathon.
Auch wenn er manchmal noch ins Textbuch guckt: Die Pointen sitzen treffsicher. Vor allem, wenn´s um Politiker geht: "Kinder werden zuviel gelobt - dann kommt so was raus wie Ronald Profalla. Dem hätte besser jemand gesagt, du bleibst die nächsten 70 Jahre zu Hause und zählst im Bad die Kacheln."
Oder: "Westerwelle macht jetzt auf Sozialstaat. Nächstens stellt er sich hin und behauptet, er sei der uneheliche Sohn von Che Guevara."
Auch die Kanzlerin bekommt ihr Fett weg:
"Politik verblödet: Da sagte doch Angela Merkel - und das als Physikerin - der Aufschwung sei unten angekommen."
Auch wenn gegen Ende fast ein Hauch Bitterkeit aufkam: "Ich mache seit 40 Jahren Kabarett, und die Themen sind immer noch dieselben: Schule, Rente, Bundeswehr.." Aber er macht´s immer noch richtig gut!
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Kölner Rundschau vom 09.11.2009
Wenn Akademiker Marmelade kochen
Kabarett-Altmeister Richard Rogler macht mit neuem Programm "Stimmung"
in der Comedia
Von Barbro Schuchardt
"Sie sitzen an der Seite? Das müssen Sie sich nicht gefallen lassen!" wiegelt Richard Rogler Zuschauer in der Comedia auf. "Sie haben dasselbe bezahlt wie die anderen! Stürmen Sie die Mitte - auch wenn da schon welche sitzen!" Um die Mitte geht es nämlich im neuen Programm des Kölner Premium-Kabarettisten. Und darum, dass sich da schon CDU, SPD, FDP und die Grünen drängeln. Eigentlich will Rogler keine Plitik mehr machen, sondern "Stimmung". Denn die ist ja überraschend gut in Deutschland trotz Krise.
Rogler, der zum Glück von der "Droge Politik" doch nicht lassen kann, hat auch gleich Rat parat, wie man den Staat umbauen kann: Nur noch zwei Parteien, die Alten und die Jungen. Letztere sollen an die Macht und von den Rentnern finanziert werden. Und Ärzte kriegen ihr Honorar nur noch für gesunde Patienten.
In einer atemlosen Suada macht Rogler Stimmung gegen den Politzirkus mit seinen falschen Versprechungen und gezielten Desinformationen. Noch zünden bei der Uraufführung nicht alle Pointen aber der mitreißende verbale Kampfgeist des 60-Jährigen ist ungebrochen. Grandios und hochaktuell sein Dialog zwischen Chef und Gebäudereiniger, das passende Beispiel für zynischen Umgang mit der Arbeitskraft Mensch. Andererseits konstatiert Rogler seltsame Blüten bei den Gegenmaßnahmen der Bürger wie etwa den Trend zum Alles-selber-machen. Linkische Akademiker dilettieren als Heimwerker, Kunstmaler und Hobbyköche. "Man sollte drei Euro Zwangssteuer auf jedes Glas selbst gemachte Marmelade erheben!" fordert er.
Erwachsende würden überhaupt immer kindischer: Politiker twittern Belangloses, Senioren spielen mit iPhones, und deutsche Männer sitzen als Trapper im Gartenhäuschen. Selbsthilfegruppen, Sport- und Fitnesswahn sind inzwischen Surrogat für politisches Engagement. Auch bittere Wahrheiten - etwa über die deutschen Soldaten in Afghanistan - verabreicht der elquente Dauergrantler seinem begeistertem Publikum mit mimischer Verve.
Am Schluss holt er noch zu einer Breitseite gegen die Bayernpartei aus: Der neue Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) kann sich auf eine besonders hohe Zahl von Verkehrsunfällen in der Geschichte seiner Parteifreunde stürzen!
Wieder vom 21. bis 23. Januar 2010 im Senftöpchen.
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Kölner Stadtanzeiger, 11.11.2009
Über die Deutschen herziehen
KABARETT – Richard Rogler in der Kölner Comedia
von Marianne Kolarik
Richard Rogler ist in bester „Stimmung“. Mehr noch: in seinem neuen Programm, mit dem er in der Kölner Comedia für Begeisterung sorgte, bleibt er ganz er selbst. Die Trennung von seinem Alter Ego Camphausen legt den satirischen Kern des klugen, politischen Kabarettisten frei und beweist, dass er keine Kunstfigur benötigt, um derart vollmundig und treffsicher über Gott, die Welt und die Deutschen herzuziehen, dass es eine Lust ist, ihm auch auf die abgelegenen Pfade zu folgen.
Zum Beispiel zu Gernot und Barbara in die Eifel, wo ein seltenes und deshalb kostbares Schwein auf der Wiese steht. Gut, die Beiden bringen es zwar nicht fertig, das Tier zu schlachten, machen zum Ausgleich andere schreckliche Dinge selbst – zum Beispiel gruselige Bilder, eklige Marmelade und naturtrübes Bier, das man seinem ärgsten Feind nicht vorsetzen würde. Rogler rollt – frei nach der These, dass sich im Privatleben immer auch die Politik spiegelt – den flauschigen Teppich aus, auf dem der Mensch seine Turnübungen macht, um sich fit zu halten. Angefangen beim Marathonlauf übers Traben bis hin zu den „späten Eltern“, die mit letzter Kraft ein Kind zusammen gefriemelt haben und den Nachwuchs nun als Überpädagogen verpäppeln. An die 40 Jahre mache er nun Kabarett, gibt Rogler zu Bedenken. Da sei es dann an der Zeit, ein Modell für Deutschland zu entwickeln, das mit einem Schlag ein gravierendes Problem beheben könne.
Wie man zum Beispiel die Alterspyramide in den Griff bekommt: Man gehe von seiner Geburt bis zum 40. Lebensjahr in Rente und arbeite den Rest seines Lebens. Warum ist da eigentlich noch keiner drauf gekommen? Umso besser, dass es Leute gibt, die nicht nur meckern, sondern Visionen haben. Rogler sei Dank.
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Das Grosse im Kleinen
Ludwigshafener Rundschau 26.01.2007
Kabarettstar Richard Rogler in der Kleinen Komödie in Limburgerhof
Wenn alle Menschen Engel wären, friedfertig und selbstlos, gäbe es keine Kriege, keinen Betrug, keine korrupten Wirtschaftsbosse, keine unfähigen Politiker. Leider auch kein Kabarett, Jonas, Richling, Rogler, „Scheibenwischer" alles überflüssig. In Limburgerhof unternahm Richard Rogler einen Rundumschlag, teilte Watschen aus und mobilisierte das Mitgefühl der von politischen Desastern gebeutelten Bürger. Sein neues Programm „Ewig leben" ist eine Wucht.
In einer heilen Welt sind Spötter arbeitslos. Keine Angst: Das politische Kabarett ist im Aufwind. Die Zeiten sind danach. Am 21. Januar strahlte das ZDF die erste Kabarett-Sendung seit der Einstellung der „Notizen aus der Provinz" im Jahr 1979 aus. Damals wurde Dieter Hildebrandt gefeuert. Jetzt war er Gast von Urban Priol und Georg Schramm, dem ehemaligen Komplizen Hildebrandts beim „Scheibenwischer". Ist „Neues aus der Anstalt" eine ernsthafte Konkurrenz für den „Scheibenwischer"? 'Eigentlich nicht", verriet Rogler in Limburgerhof und lächelte selbstbewusst.
Roglers Niveau dürfte schwer zu deckeln sein. Dieser Kabarettist ist nicht nur ein Sprachkünstler, Metaphern-Jongleur, überragender Schauspieler, der in Windeseile in verschiedene Rollen schlüpft und szenische Höhepunkte abliefert, sondern auch ein argusäugiger Beobachter der großen republikanischen Wirklichkeit zwischen Pampa und Berliner Pomp. Roglers Monolog funktioniert nach dem Prinzip des Domino-Spiels. Ein Gedanke provoziert den anderen. Rogler steht immer ganz vorne an der Rampe, blickt den Zuhörern direkt in die Augen und fischt deren Gefühle aus den Herzen. Er spricht prestissimo. In seiner Gurgel muss ein Turbolader sitzen. Sein Programm wirkt chaotisch, ist aber messerscharf strukturiert.
Zunächst wickelt er die Lauscher ein, plaudert über den Bevölkerungsschwund, stellt fest, dass der Hinweis „verkehrsberuhigte Zone" keineswegs sexfördernd sei. Er streift Klos und Stoiber und pirscht sich an einen gewissen Günter heran, den einzigen Bundestagsabgeordneten, der keine Nebentätigkeiten habe. „Der Friedrich Merz übrigens auch nicht", witzelt Rogler, „der hat nur eine Nebentätigkeit, sein Bundestagsmandat nämlich". Der Struck im Rogler erwacht und krakeelt. Roglers Rat, sich ebenso mediengeil aufzuführen wie der Ströbele, der „gegen alles und nichts" sei, gefällt dem Strucki gar nicht. Dem Ströbele gelinge es, das „Waldsterben, den Hunger in der dritten Welt und die Arbeitslosigkeit in einem Gesicht zu vereinigen".
Richtig zornig wird der Rogler, denkt er an sündhaft teure italienische Espresso-maschinen mit pneumatischem Hebel. „Solche Dinger hat in Italien keine Sau", schimpft er, „aber uns kann man ja alles andrehen, sogar Skistöcke im Sommer zum Walken. Das Tandaradei der lächerlichen Nichtigkeiten macht Rogler verrückt. Vermutlich erahnt er imKleinen, was im Großen verdummbeutelt wird. Das ist das eigentliche Thema des wunderbaren Programms „Ewig leben".
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Die Zukunft war besser
NWZ - Neue Württembergische Zeitung 20.11.2006
Richard Rogler ist Camphausen. (...) Der Kölner Ausnahmekabarettist schlüpft in den Wühlmäusen auch in seinem sechsten Solo "Ewiges Leben" in seine Paraderolle. Ein grantelnder, tobender Typ mit präzisem Durchblick. Fernab von trendig-peinlichen Life-Style-Attitüden und kollektiv verordneter Angie-Hysterie verquickt er gesellschaftliche und politische Befindlichkeiten zu einer grimmig-süffisanten, rasant-scharfzüngigen Momentaufnahme der Extraklasse.
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Wenn Camphausen loslegt, geht's dem Lifestyle dreckig
Berliner Morgenpost 30.03.2006
Richard Rogler ist Camphausen. (...) Der Kölner Ausnahmekabarettist schlüpft in den Wühlmäusen auch in seinem sechsten Solo "Ewiges Leben" in seine Paraderolle. Ein grantelnder, tobender Typ mit präzisem Durchblick. Fernab von trendig-peinlichen Life-Style-Attitüden und kollektiv verordneter Angie-Hysterie verquickt er gesellschaftliche und politische Befindlichkeiten zu einer grimmig-süffisanten, rasant-scharfzüngigen Momentaufnahme der Extraklasse.
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Ertrinken im Espresso-Schaum
Südkurier Konstanz 06.03.2006
Richard Rogler begeistert in der Aula des Seminars Kreuzlingen
Ein Tisch, ein Stuhl und die 42 Manuskriptseiten des aktuellen Programms "Ewiges Leben" stellen die einzigen Requisiten auf der Bühne. Davor: Rogler im schwarzen Anzug, die Misere Deutschlands im Sinn. Camphausen heißt noch immer die Figur, die kongenial Roglers Hass auf die politische Mittelmäßigkeit in Form gießt: ein mißlauniges Original, bei dem das Politische ins Private führt und vice versa.
Er ist auf eine angenehme Art unzeitgemäß: der Kabarettist Richard Rogler. Von den Comedy-Pappnasen neueren Datums trennt ihn ein ganzes Leben. (...) Man wünscht ihn sich als Lehrmeister für all die mittelprächtigen Nachwuchs-Talente, die ihre Kabarett-Sozialisierung via Privatfernsehen gemacht haben (...). Roglers Programme gehorchen einer strengen Struktur und sind auf einen Höhepunkt hin geschrieben. (...)
War "Anfang offen" (...) noch ganz von der rot-grünen Regierungsarbeit und dem sich abzeichnenden Sieg der Opposition geprägt, ist "Ewiges Leben" in gewisser Weise der Rückzug ins Private.
Natürlich ist Merkel, "die Ost-Tussi", die ihn zuletzt an Emigration denken ließ, trotzdem noch immer ein Thema. Aber eher in Verschränkung mit gesamt gesellschaftlichen Tendenzen und dem Schwachsinn, der einige liebevoll-boshaft gezeichnete Figuren aus dem Kosmos Roglers heute umtreibt. Manfred zum Beispiel; ein Alt-Achtundsechziger wie Camphausen(...). Es ist die Toskana-Fraktion, die der Kabarettist hier scharf seziert: die von Espresso-Schaum und edlen Tropen philosophiert und dabei doch nur versucht, dem einst so verhassten, gehobenen Bürgertum nachzueifern. (...)
Im Programm gehören diese Passagen zu den stärksten Momenten. Camphausens Attacken fußen auf solider Kenntnis des Milieus. Das Publikum wähnt sie auf der Bühne aufscheinen zu sehen: die Espresso schlürfenden und zu Wohlstand gekommenen Linksliberalen (...)
Ganz zum Schluss führt Rogler alias Camphausen die Themen des Abends zusammen: in einer furiosen Tirade. Es ist des Kabarettisten Abrechnung mit Merkel, Stoiber, Westerwelle, "Münte", Claudia Roth und indirekt mit seinen Freunden: Professor Severin, dem Sitzradfahrer, Maike und Sohnemann Egmont-Abraham und dem Gourmet-Koch Manfred. Camphausen wünscht sie wohl ertrinken zu sehen: im Espressoschaum. Mindestens. Stattdessen brüllt er: "Wir lachen uns kaputt!" und "Es lebe Deutschland!" Glauben kann ihm das niemand, aber lachen, ja.
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Bußprediger der Alt-68er
Badische Zeitung 06.03.2006
Richard Rogler zelebriert im Lahrer Schlachthof Kabarett mit der Kraft einer griechischen Tragödie
Am Freitagabend füllte Camphausen alias Rogler den Lahrer Schlachthof bis auf den allerletzten Platz und zeigte eine rhetorische Brillanz, die ihresgleichen sucht.
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Eine schonungslose Abrechnung
Lahrer Zeitung 06.03.2006
Richard Rogler macht kurzen Prozess mit der völlig übersättigten Wohlstandsgesellschaft
Genau hier liegt die Stärke des Kabarettisten, mit Sarkasmus und sicherem Gespür treibt er das Ganze immer wieder auf die Spitze, entlarvt vordergründig die menschlichen Schwächen seiner Figuren und zielt doch ganz klar auf politische und gesellschaftliche Missstände.
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Bestes Politkabarett
Südkurier 01.03.2006
Rogler ist ein Kabarettist alter Schule, für den ein Auftritt noch eine hehre Angelegenheit ist. Mit den leichtgewichtigen Comedy-Größen neueren Datums hat er wenig gemein. Rogler arbeitet, schwitzt, gibt alles."
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Hausmeister
Stuttgarter Zeitung 31.01.2006
Richard Rogler im Theaterhaus
Richard Rogler (...) lässt sein Alter Ego Camphausen mal wieder auf die Menschheit los.
Was das Kölner Lästermaul auf der Bühne in vergnüglicher Weise seziert, ist die Gesellschaft. Camphausens alte Freunde Severin und Maike, Manfred und Gaby sowie der abtrünnige SPD-Bundestagsabgeordnete Günther sind auch wieder dabei. Doch sie sind, wie viele, denk- und politikmüde geworden und beschäftigen sich in der alten Mühle in Brunshagen bei Schossenheim lieber mit Dampf sprühenden Espressomaschinen als mit sprühenden Ideen. Globalisierung? Interessiert nicht, ist man doch meistens zu Hause.
Camphausen-Rogler war schon immer bissig, mit seinem Programm 'Ewiges Leben' ist er noch dazu weise geworden. Was er jetzt anstellt, ist Politkabarett in Bestform. Er meckert wie der griesgrämigste Dorfbruddler, er wettert, er sinniert, er posaunt, betrachtet, entlarvt, und zerlegt dabei die große Koalition sowie die Einstellung seiner Bühnenfreunde bis auf ihren letzten opportunistischen und egoistischen Wesenszug.
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Die Zukunft ist vorbei
Süddeutsche Zeitung 3.11.2005
Richard Rogler gewinnt im Lustspielhaus "Ewiges Leben"
Vor zwanzig Jahren stürmte Richard Rogler wie ein Derwisch durch sein Solo "Freiheit aushalten" und machte mit einer kleinen Heerschar Mitbewohner seines Kölner Kiez' bekannt: Gabi, Maike, Günter, Severin, Manfred und Lisa darunter. Allesamt Menschen auf der Suche nach ihrem Weg in die Zukunft mit der speziellen 68er-Erfahrung im Gepäck. Die Zukunft ist lange vorbei und fast schon ein "Ewiges Leben" erreicht. Schön und aufregend ist nun, wie Richard Rogler immer noch in einer spannungsvoll ereignisreichen Gegenwart mit diesen seinen Kölner Weggefährten lebt, dass sein Alter Ego Camphausen wieder mit diesen ausgeprägt speziellen Charakteren durch Zeit und Raum flaniert. Ja, doch: flaniert! (...)
Rogler macht visionäres Polit-Kabarett am Puls der Zeit mit Momenten für die Ewigkeit: wie Frau Merkel "winke, winke" macht. Ein Kabinettstück - als Ausdruck für Regierungstauglichkeit!
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Der Unterschied zwischen nutto und bretto
Nürtinger Zeitung online 21.10.2005
Lachen ist gesund, behauptet der Volksmund. Richard Rogler weiß mehr:
„Eine Viertelstunde Lachen hat die gleiche Wirkung wie vier Stunden Nordic Walking, sieht aber nur halb so scheiße aus.“ So gesehen kann sich jeder, der das Glück hatte, am Mittwochabend einen Platz in der voll besetzten Kreuzkirche ergattert zu haben, rein rechnerisch 32 Stunden Nordic Walking sparen. Aber auch sonst war der vom Kulturamt veranstaltete Kabarett-Abend ein Volltreffer: Roglers Pointen haben höchsten Unterhaltungswert. (...)
Rogler teilt aus, dass es eine Freude ist. Den Holzhammer braucht er dazu nicht, und unter die Gürtellinie geht er auch nicht. Wozu auch? Für seine Pointen bedient er sich eines hintergründigen Humors, der nachgerade durch die Hintertür hereinkommt und dann umso unvermuteter zuschlägt. Das ist die hohe Kunst der satirischen Unterhaltung, das unterscheidet anspruchsvolles Kabarett von Comedy.
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Camphausen tobt
Bonner Rundschau 15.10.2005
42 Seiten Kabaretttext hatte sich Richard Rogler vorgenommen, doch das war kein Grund zur Besorgnis. Vielmehr präsentierte der Kabarettist mit der spitzen Zunge ein Programm im Pantheon, das es wirklich in sich hatte. Scharfsinnige Pointen und bitterböse Bemerkungen vermengt mit einer ordentlichen Portion Witz und Humor sorgten für einen optimalen Unterhaltungswert. Das "Ewige Leben" so der Titel, hat es Rogler angetan, und geübt legt sein Alter Ego, Camphausen, die Seele der deutschen Gesellschaft auf die Couch.
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Früher war die Zukunft besser
Kölner Stadt-Anzeiger 08./09.10.2005
Richard Rogler untersucht in der Comedia das "Ewige Leben" von allen Seiten.
Eine Vorgabe ist wesentlich origineller als eine Zugabe: Der Einstieg in Richard Roglers "Ewiges Leben", das der Kölner Kabarettist in der Comedia von allen erdenklichen Seiten beleuchtet, ist mindestens so furios wie der Rest des Abends, den ein gewisser Camphausen dazu nutzt, seine Gedanken zur Zeit öffentlich zu machen. Seit 1986, als er in "Freiheit aushalten" das erste Mal die Bühne betrat, hat sich tatsächlich so einiges geändert. Früher, das steht für ihn fest, war selbst die Zukunft besser. (...)
Ein kabarettistisches Wellness-Programm, das nicht nur das Zwerchfell massiert, sondern auch den Geist aktiviert. Ein großer kabarettistischer Wurf, der genau da landet, wo er hingehört: ins Wiederbelebungszentrum für scheintote Wähler.
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So soll Rogler ewig leben!
Bild Köln 07.10.2005
Top-Kabarettist Richard Rogler brachte es auf den Punkt: "Wähler und Politiker passen einfach nicht zusammen!" Begeisterter Applaus dafür am Mittwoch Abend in der Comedia. Köln-Premiere für Roglers "Ewiges Leben". Die neuesten Abenteuer und Schrecklichkeiten der fiktiven Person Camphausen. Es geht um Aussteiger, Freunde, Wein, Ängste und SPD-Mitglied Günter, der nach seiner ersten Rede im Bundestag einfach verschwunden ist... (...)
Fazit: Rogler in Topform. Bissig, witzig, spritzig!
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Sehnsucht nach Büchsenmilch
Kölnische Rundschau 07.10.2005
Kabarett-Urgestein Richard Rogler wünscht sich neuerdings "Ewiges Leben"
"Lehnen Sie sich bequem zurück, wir haben 42 Seiten Kabarett-Text vor uns". Richard Rogler lächelt ein verschmitztes Rogler-Lächeln, um gleich eines klarzustellen: Camphausen, nicht er stehe hier auf der Bühne. Camphausen also geleitete ein überaus erheitertes Publikum in der Comedia durch die Köln-Premiere von "Ewiges Leben", dem neuen Programm des Kabarett-Urgesteins. (...)
Camphausen erzählt Geschichten über Professor Severin und Maike mit Sohn Egmont-Abraham, Manfred und Lisa. Sie haben die Stadtflucht angetreten und bewohnen irgendwo eine Wassermühle. Dort versucht der ehemalige Steuerberater Manfred, Freund Camphausen mit Slow-Food zu verköstigen.
Während der Wein atmet und die Espressomaschine den optimalen Wasserdruck aufbaut, sehnt sich Camphausen nach Kaffee mit "Büchsenmilch". (...)
Rogler ist ein großer Erzähler, und der historische Abriss der Globalisierung seit der Antike unter besonderer Berücksichtigung Deutschlands ein kabarettistischer Höhepunkt. 42 Seiten Text können sehr unterhaltsam sein.
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Fischbo und LSD - Richard Rogler begeistert mit Spitzen auf die große und kleine Politik
Nordbayerischer Kurier 08.04.2005
Richard Rogler begeistert mit Spitzen auf die große und kleine Politik
"Na, dann wollen wir uns mal einen schönen Abend machen". Mit diesen Worten tritt Richard Rogler im kleinen Haus der Stadthalle vor den Vorhang. Rund zweieinhalb Stunden später kann man von einem gelungenen Auftritt sprechen. Die Chemie zwischen dem da oben auf der Bühne und denen da unten im Parkett stimmte einfach. Statt einer Zugabe gab es einen letzten bitterbösen Lieblingswitz, bei dem sich der Selber Kabarettist im Kölner Exil selbst das Lachen verkneifen musste. Am Ende steht fest: Selten so viel und so intelligent gelacht.
Denn das ist es, was Richard Rogler auszeichnet: Sein alter ego, ein schwadronierender Endfünfziger, der Zuhause seit 25 Jahren die "Hausfrau und Mutter" gibt ("Manchmal verstecken sich die Staubkörner vor mir, aber ich krieg sie alle"), weil Frau Sonja sich selbst verwirklichen wollte, dessen Ehe bedrohlich auf der Kippe steht und der eben von einem Ausflug mit seiner Männergruppe "Die Kleeblätter" nach Sylt - "Sylt ist so was wie Uschi Glas als Insel" - zurückgekehrt ist, räsoniert nicht nur über das Leben zwischen Wischmopp und Stillgruppe ("Ich hab erst viel später gemerkt, dass der Kanzler Kohl und nicht Kapitän Blaubär heißt") und hat auch noch Zeit, um sich über Politik den Kopf zu zerbrechen. Ein wilder Ritt durch menschliche Abgründe und Berliner Bundesministerien.
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Rogler wirbelt auf und wischt weg
Nordwest-Zeitung 05.10.2004
Die ständige miese Laune der Deutschen, natürlich Stoff fürs Kabarett
Wie kriegt man nur den ganzen Schmierfilm, den Dreck und Siff in den Griff? Ganz einfach, man braucht nur den richtigen Wischmopp mit einem ordentlichen Rundum-Dreh- und Kippgelenk und natürlich eine erprobte Technik. Richard Rogler machte im Bürgerhaus Schortens vor, wie's richtig funktioniert. Und mit dem Wischwasser goss der Kabarettist auch gleich einen ganzen Eimer Scharfzüngiges und Feinsinniges aus. Thema: die große Politik im Allgemeinen und die Befindlichkeit der Deutschen im Besonderen. Rogler, der als Groß- und Altmeister seines Faches gilt, bescherte dem Publikum einen äußerst vergnüglichen Abend.
Da sitzt jede Pointe, kommt sicher an und das Publikum amüsiert sich kräftig. Rogler, der übrigens die erste Professur für Kabarett in Deutschland inne hat, er unterrichtet an der Universität der Künste in Berlin, ist ein Meister im Geschichten erzählen.
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Meisterbrief für verbale Volltreffer
Münchner Merkur 12.05.2004
Er ist bekannt für seine boshaften Sätze, die aufspießen, was in Deutschland im Argen liegt. "Alles offen" heißt sein Erfolgsprogramm, das er nun in einer fünften Neuauflage in Unterschleißheim zeigte und das den Gästen ein für alle mal klar machte, dass mitunter nicht jeder in Deutschland seine Ziele problemlos erreichen kann. Beispiel Krankenhaus: Da kommt nur rein, wem es der Türsteher erlaubt. Zumindest hat das Roglers Zentralfigur Camphausen festgestellt, der gnadenlos Missstände aufspürt. Den Türsteher übrigens gibt es öfter in Deutschland: Mittlerweile tut der in fast jedem Betrieb seinen Dienst. Unermüdlich plätschern Wortkaskaden aus Roglers Mund und eine Pointe jagt die andere.
So unerschöpflich sein Luftvorrat zu sein scheint, so scheint auch der Vorrat an verbalen Volltreffern nicht zur Neige zu gehen. Hinterlistig, gemein, boshaft, brisant und manchmal auch in Hitzkopf-Manier gibt Richard Rogler seine Weisheiten von sich, wie etwa "die SPD unterliegt dem Missverständnis, dass Genosse von Genuss kommt". Von Anfang an hat er sein Publikum fest im Griff und lässt es auch nicht mehr los. Eine One-Man-Show mit Spitzzüngigkeit der Extra-Klasse. Gäbe es für Kabarettisten einen Meisterbreif - Richard Rogler, der seit 1974 auf der Bühne steht, hätte ihn schon lange und verdienterweise in der Tasche. Halbe Sachen gibt's bei Rogler nicht, er legt eben nur ein Meisterstück hin. Und so kam in Unterschleißheim so gut an, dass das Applaus-Honorar entsprechend üppig ausfiel.
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Richard Rogler - Pointen im Minutentakt
Leipziger Volkszeitung 16./ 17..10.2004
Roglers Kabarettwelt ist ein deutsches Panorama von zeitgemäßen Gefühlen und Befindlichkeiten, in denen Privates und Politisches ständig ineinander fließen. Der drohende Scheidungskrieg mit der überemanzipierten Sonja wie die Geisterbahnvision der ersten 100 Tage einer Merkel-Regierung. Ein Hollywoodfilm enthüllt: Joschka Fischer ist Außenminister, weil er als Baby vertauscht worden war. Die betuchten Stammtischbrüder nerven mit Partys beim Nobel-Italiener. Und Camphausen weiß auch, warum Struck so oft nach Afghanistan fährt … Süffisant, zynisch oder wutgeladen bis nahe am Infarkt: Rogler addiert, was scheinbar nicht zusammengehört, erfindet dazu fantastische Vergleichsebenen. Und stellt so immer wieder überraschend bloß, was in der Politik so gern verharmlost, verdrängt oder verheimlicht wird.
Immerhin gibt's schöne Aussichten mit auf den Heimweg: Wenn der Deutsche ganz unten am Boden ist, dann greift er wieder an. Insofern ist das vielleicht gar nicht so falsch, was die Regierung derzeit tut. - Typischer Rogler, grandioser Abend, Riesenbeifall im ausverkauften Haus.
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Brillant: Camphausen zur Lage der Nation
Buxtehuder Tageblatt 19.5.2003
Ein grandioser Richard Rogler
Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Der erste Kabarett-Professor Deutschlands kam als Camphausen daher. Nach 26 Jahren Ehe- und Hausmann mit einschlägigen Erfahrungen im Laternenbasteln und Elternbeirat steckt der Wischmop-Spezialist mit
Taschengeldanspruch mitten in einer Ehekrise --- fast zwei Stunden voller Pointen und sparsamer, aber köstlicher Mimik und Gestik für kurzweilige Unterhaltung.
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